„Was lernt mich das?

Schon am Wahlabend, nachdem die AfD große Wahlerfolge feiern konnten, zeichnete sich eine strikte  Abwehrfront der etablierten Parteien ab. Ist das der richtige Weg?
Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die ich mit meinen kleinen Kindern selbst erlebt habe:

Ein Zwischenruf von Gastautorin Ingeburg Jeßulat

Auf dem Spielplatz und auf dem Heimweg von der Schule ( ich holte die Kinder immer noch von der Schule ab)  fiel mir ein „Rüpel“ auf. Er war schon etwas älter und zu meinen Kleinen nicht sehr rücksichtsvoll. Also überlegte ich und kam zu der Erkenntnis: Dem Jungen fehlt die Fürsorge, die den anderen, die von ihren Eltern vor der Schule erwartet werden, zukommt.

Also habe ich ihn – zuerst auf dem Spielplatz, später kam er auch nach der Schule mal zu uns nach Hause – in die Spiele meiner Kinder mit einbezogen. Sie spielten mit Bausteinen und anderen Dingen und noch später machte er mit uns zusammen seine Schularbeiten, denn da mangelte es an allen Ecken und Enden. Meine Kinder konnten in Zukunft keinen besseren Freund und Beschützer haben als unseren „Ex-Rüpel“. „Was lernt mich das?“ Nicht Ausgrenzen hilft, sondern Fürsorge.
Und was hat das mit den AfD-Wählern zu tun? Frau Malu Dreyer hat es uns gezeigt. Sie vermittelt den Bürgern, dass sie ernst genommen werden, dass man sich um ihre Sorgen Gedanken macht. Und das sollen wir nun all den AfD-Wählern versagen, in dem man sie isolieren will?
Wenn unsere sogenannten Volksparteien sich nicht mehr um unsere Bürger kümmern, dann werden sie (wie es der SPD gerade passierte) abgewählt. Vielleicht bräuchten wir dann ja auch nur noch nur noch gut organisierte Verwaltungen. Das hätte dann vielleicht auch noch den hübschen Nebeneffekt, dass wieder Fachleute in den Verwaltungen das Sagen hätten und nicht angepasste Parteibuchträger!

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